1. Verbandsspiel SV Sandhausen II - FCG 8:0 (4:0)

Klassischer "Fehlstart" bei starkem Gegner


FCG

Sölter, Gast, Henk, Timar, Weiß, Halili (72. Kotry), Rödling, T. Baumgärtner (63. S. Kaiser), Kappler (46. Kremer), Vargas Müller, Schiek (46. F. Diringer).

Bank: Morbitzer, F. Diringer, Mohamed, Kotry, Kremer, Höniges, Kaiser

Tore

1:0 Biedermann (11.), 2:0 Bieler (22.), 3:0 Graciotti (36.), 4:0 Graciotti (30.), 5:0 Bieler (58.), 6:0 Doufas (77.), 7:0 Mamba (81.) 8:0 Mamba (90.)

Rote Karte

Timar (6.)

Schiedsrichter

Timo Lämmle, Spvgg. Rommelshausen mit den Assistenten Michael Hieber und Markus Seidel


Bild Hans Sulzbacher
Das erste Spiel in Sandhausen war wohl eine Bauchlandung (Johannes Weiß)

Einen klassischen „Fehlstart“ erlebte der FC Germania im ersten Oberligaspiel der neuen Punkterunde bei der spielstarken U 23 von Sandhausen, die durch drei Perspektivspieler des Bundesligateams ergänzt wurde und die offenbar in die Regionalliga aufsteigen möchte. Es zeigte sich, dass die zweite Oberligasaison für die Schützlinge von Trainer Michael Streichsbier wohl schwerer werden wird als die letzte Saison, wo man als Aufsteiger viele überraschte. Bei der klaren 0:8 Niederlage wurde der Gegner allerdings begünstigt durch die frühe “Rotkarte“ für Abwehrspieler Mustafa Timar für eine Notbremse im Strafraum, sodass die Gäste bei brütender Hitze von 32 Grad fast 85 Minuten in „Unterzahl“ auskommen mussten. Dieser „Paukenschlag“ nach exakt sechs Minuten spielte natürlich dem Gast in die Karten, wobei nach diesem Allerweltsfoul im Strafraum Roman Sölter den fälligen Elfmeter, getreten von Benjmino Fellini, glänzend parierte. Die danach dominierenden Hausherren gingen in 11. Minute durch A. Biedermann in Führung, der eine Freistoßflanke von aus Kurzdistanz einschoss. Wäre in der 20. Minute Daniel Schiek, der steil geschickt wurde – er bombte aus 17 Metern knapp drüber – das 1:1 gelungen, hätte die Partie vielleicht einen anderen Verlauf genommen. So sorgten die spielstarken Gastgeber innerhalb von acht Minuten mit drei Toren für klare Verhältnisse. Zunächst „traf“ der völlig freie Alexander Bieler aus 10 Metern(22.). Dann führte ein Kopfball von Luca Graciotti zum nächsten Treffer. Schließlich war noch Pech im Spiel, beim 4:0 durch Luca Graciotti, dessen Flankengeber  klar im Abseits stand, was jedoch unverständlicherweise nicht geahndet wurde.

Die Gäste kamen mit frischem Elan aus den Kabinen und hatten durch Advan Halili (48.) nach schönem Angriff und durch Patrick Rödling (51.) jeweils aussichtsreich den Anschlusstreffer auf dem Fuß, aber zu einem rettete der Gegner auf der Torlinie und zum anderen verhinderte eine Glanztat von SV-TW Rick Wulle einen möglichen Torerfolg. Auf der Gegenseite machten Alexander Bieler (58.) und der eingewechselte Georgis Doufas (77.) das halbe Dutzend voll. Dazwischen ging ein gefährlicher Aufsetzer von Patrick Rödling haarscharf am SV-Tor vorbei. In der Schlussphase ließen beim FCG die Kräfte nach und der eingewechselte Streli Mamba traf nach zwei schönen Solos (82.+90.) noch zweimal ins „Schwarze“. Der verdiente Ehrentreffer blieb den Gästen leider versagt, denn Sören Kaisers Freistoß (88.) verfehlte knapp sein Ziel. Unterm Strich bleibt festzustellen, dass der FCG. gegen einen starken Gegner unter Wert geschlagen wurde und man deshalb nicht die Köpfe hängen lassen sollte

-ls-


Bilder Hansi Sulzbacher


Bilder Manuel Erdwein