15. Verbandsspiel  FCG - FV Ravensburg 0:6 (0:1)

Bisher schwächste Heimleistung hart bestraft

FCG
Schwaiger, Gast (78 Ködel), Henk, Weiß, Halili (69 Fichböck), T. Baumgärtner (72. Kremer), Vargas Müller, P. Diringer (60. Rödling), Höniges, S. Kaiser, Schiek.

Bank: Morbitzer ETW, Rödling, Ködel, Fischböck, Kremer.

FV Ravensburg
Kraus, Heimgartner (Reiner), Wiest (76. Wetzel), Soyudogru (76. Friedrich), Litz, Hörtkorn (79. Gbadamassi), Jann, Fiesel, Wolfarth, Mähr, Boneberger

Bank: Mesic ETW, Friedrich, Gbadamassi, Reiner, Wetzel, Maucher, Bentele.

Tore
0:1 Wohlfahrt (25.), 0:2 Soyudogru (49.), 03 Wohlfahrt (Foulelfmeter 57.), 0:4 Wohlfahrt (62.), 0;5 Wetzel (70.), 0:6 Wetztel (84.)

Schiedsrichter
Patrick Laier, SpVgg Baiertal  mit den Assistenten Rouven Ettner und Sebastian Reichert



Trotz der laut Gästecoach Wolfram Eitel zu hoch ausgefallenen Niederlage der Hausherren, durfte man nach dem 1. Durchgang und einem glücklichen 0:1 für die Gäste auf Seiten des FCG noch hoffen auf einen Punktgewinn. Eine desolate Leistung mit vielen unnötigen Abwehrfehlern und fehlendes Selbstvertrauen der Gastgeber in der 2. Hälfte bescherte Ravensburg auch Dank einem „Dreierpack“ von Ex-Profi und Kapitän Steffen Wohlfahrt noch einen klaren 0:6 Auswärtserfolg, während die FCG-Akteure mit hängenden Köpfen das Spielfeld verließen.

Lange Zeit ging das Konzept des neuen FCG-Trainers Andreas Augenstein auf, die Räume eng zu machen und aus einer verstärkten Abwehr zu agieren. Dies gestattete den Gästen nur in der 18. Minute einen gefährlichen Distanzschuß von R. Soyudogru, der übers Tor ging. Wer weiß wie die Partie gelaufen wäre, hätte nicht ein Missverständnis in der FCG-Abwehr in der 25. Minute zum glücklichen 0:1 durch Ex-Profi Steffen Wohlfahrt geführt, den FC-Torwart Kai Schwaiger unglücklich anschoss, sodass das Leder unerreichbar ins Tor kullerte - praktisch ein halbes Eigentor. Danach konnten die Hausherren die Partie offen gestalten. Aber nach vorne lief fast gar nichts, außer einem ungefährlichen Weitschuss von Advan Halili. In der 36. Minute hätte ein Eckball der Gäste beinahe zum 0:2 „eingeschlagen“, wäre nicht FC-Torwart Kai Schwaiger rettend zur Stelle gewesen. Mit dem glücklichen 0:1 für Ravensburg ging es in die Kabinen.

Warum die Gastgeber in der 2. Hälfte einbrachen, ist ein Rätsel. Offenbar wollten sie, brachten aber fast nichts mehr zuwege. Beim 0:2 (49.) verfehlte Sören Kaiser das Leder und der heran stürzende Rahman Sayodogru schoss aus 12 Metern ein. Hätte fünf Minuten später Florian Henks Kopfball aus 6 Metern den Weg ins Tor gefunden – Gäste-Torwart Kevin Kraus rettete mit Glanztat - wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen. Eine Notbremse von FC-Torwart Kai Schwaiger im Strafraum, den seine Abwehr im Stich ließ, wurde Gott sei Dank nur mit „gelb“ bestraft, doch den „Elfer“ verwandelte Steffen Wohlfahrt zum 0:3 (57.). Die danach resignierenden Hausherren kassierten in der Folge durch Steffen Wohlfahrts drittes Tor (62.), sowie den eingewechselten Simon Wetzel (69.+83.) sogar noch zwei weitere Tore zum 0:6. Selbst der Ehrentreffer blieb dem FCG versagt, weil bei Marcel Höniges Kopfball(77.) Gästetorwart Kevin Kraus glänzend parierte. Auch der nach seinem Nasenbeinbruch mit Maske eingewechselte Patrick Rödling konnte an dem klaren Rückstand leider nichts mehr ändern.

Bei der von Ehrenratsvorsitzender Wolfgang Hengst geleiteten Pressekonferenz bescheinigte Gästecoach Wolfram Eitel dem FCG lange Zeit eine gute Leistung, ehe sein Team im 2. Durchgang aufdrehte und einen verdienten Sieg „einfuhr“. FCG-“Neu-Trainer“ Andreas Augenstein, dem W. Hengst einen besseren „Einstand“ gewünschte hätte, bedauerte, dass sein Rezept nur in der 1. Hälfte aufging; während seiner Elf danach das nötige Selbstvertrauen fehlte. Dennoch werde er versuchen mit der Mannschaft weiterhin akribisch zu arbeiten und zu kämpfen, solange es rechnerisch möglich ist den Klassenerhalt zu schaffen. Die nächste Gelegenheit besteht bereits beim Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den FC 08 Villingen, vielleicht endlich wieder zu Punkten und zu einem „Dreier“ zu kommen, der bitter nötig wäre.

-ls-


Bilder Hansi Sulzbacher


Pressespiegel

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BNN Artikel vom 09.11.2015
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