28. Verbandsspiel  FCG - SSV Reutlingen 1:3 (1:1)

Trotz guter 1. Hälfte leider erfolglos

FCG
Schwaiger (TW), Gast, F. Diringer (85. Worg), Weiß, Rödling, T. Baumgärtner, Mohamed, Vargas Müller, Höniges, P. Diringer, Kaiser (76. Fischböck).

Bank: Morbitzer (ETW), Worg, D. Baumgärner, Fischböck, Kremer
 SSV Reutlingen
Hamrol, Schiffel, Haas, Eiberger (46. Wiesner), Golinski (90. Vochatzer), Gjokai, Maier, Hartmann, Riccardi, Seemann (79. Ubabuike), Büyüksakaraya (Carvalho).

Bank: Durmaz (ETW), Wiesner, Carvalho, Vochatzer, Kovac, Galic, Ubabuike

Tore
0:1 Eiberger (21.), 1:1 P. Diringer (24.), 1:2 Golinski (57.), 1:3 Gjokai (75.)

Schiedsrichter
Marvin Maier, TuS Windschläg mit den Assistenten Jörg Bohrer und Nico Gallus



Fabian Diringer in Aktion
Fabian Diringer in Aktion

Gegen den Traditionsclub und Ex-Zweit-Bundesligisten SSV Reutlingen lieferte der FCG. über weite Strecken eines „Hochsicherheitsspiel“ mit viel Polizei und Sicherheitskräften eine nahezu ausgeglichene Partie, die erst in der 2. Hälfte „kippte“. Im zweiten Durchgang besaßen die Gäste, wie deren Trainer Jochen Class bei der von EX-Ehrenratsvorsitzenden Wolfgang Hengst geleiteten Pressenkonferenz betonte, Vorteile, die man zum nicht unverdienten Auswärtssieg nutzte. Allerdings lobte der Gästecoach den harten Widerstand des FCG, mit dem man nicht gerechnet hatte. Sein Gegenüber Andreas Augenstein unterstrich, dass sein Team trotz der Niederlage auf einem guten Weg sei und man im Abschluss leider wieder Pech hatte. Wichtig sei, dass seine Elf auch nach dem Abstieg beisammen bleibe.

Weil drei Gästefans bundesweit Stadionverbot hatten, blieben kurioserweise auch die übrigen rund 50 mitgereisten Fans außerhalb des Stadions. Dies bedeutete für den FCG einen Einnahmeverlust. Zudem waren dadurch die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen im dafür vorgesehenen Gäste-Fan-Block praktisch überflüssig, was besonders ärgerlich war.

Trotz vorausgegangenem Dauerregen war das Spielfeld des Stutensee-Stadions gut bespielbar und der mit nach vorne geeilte Marcel Höniges hatte nach einem Freistoß von Sören Kaiser in der 8. Minute aus nur sechs Metern die FC-Führung auf dem Fuß. Danach kreuzten die SSV-Angreifer zweimal gefährlich vor dem FC-Gehäuse auf, wobei ein Volleyschuss von Pierre Eiberger aus 16 Metern knapp sein Ziel verfehlte(14.) und vier Minuten später M. Büyuksakarga per Aufsetzer am zuverlässigen FC-TW Kai Schwaiger scheiterte(18.). Schon 60 Sekunden später ertönte bei den FC-Anhängern bereits der Torschrei als Fabian Diringer aus 14 Metern am leeren Tor vorbeidonnerte. Dies sollte sich rächen, denn weitere zwei Minuten später ließ die FC-Abwehr SSV-Akteur Pierre Eiberger gewähren, der freistehend aus 10 Metern das 0:1 erzielte. Die „Augenstein-Truppe“ antwortete in der 24. Minute mit dem 1:1 Ausgleich. Philipp Diringer traf mit einem Heber aus 14 Metern in die rechte Torecke. Außer einem schönen Fallrückzieher, der sein Ziel verfehlte (29.) und einem „Abseitstor“(44.), jeweils durch Pierre Eiberger, passierte in der 1. Hälfte nicht Nennenswertes mehr.

In der 2. Hälfte verstärkten die technisch besseren Gäste ihr Angriffsspiel, sodass Kai Schwaiger im FC-Tor in der 48.+50. Minute zweimal in höchster Not einen Rückstand verhindern musste. In der 57. Minute war er jedoch machtlos, als Marc Golinski im Nachschuss aus 10 Metern das 1:2 gelang. In der Folge hatte der nicht aufsteckende FCG dreimal die Chance zum 2:2: Beim schönsten Spielzug, den Philipp Diringer mit einem platzierten 14-Schuß abschloss, rettete Gäste Torwart Matthias Hamrol bravurös (62.); ein Volleyschuss von Kapitän Tim Baumgärtner aus 20 Metern ging haarscharf vorbei (68.) und Abdelrahman Mohameds „Knaller“ aus 16 Metern (75.) fand nicht sein Ziel. Auf der Gegenseite nutzten die Gäste einen schnellen Konter zum entscheidenden 1:3 (76.) durch Valentin Gjokaj, der im Nachschuss erfolgreich war. Damit war der Widerstand der Hausherren nahezu gebrochen, die in der Schlussphase leider nichts mehr Zählbares zuwege brachten, während die Gästefans auch außerhalb des Stadions den SSV-Sieg bejubelten.

L.S.


Bilder Hansi Sulzbacher