Anfeuern statt kritisieren

von Wolfgang Hengst

Wer einmal selbst Fußball gespielt hat, weiß, wie wichtig mentale Stärke ist! Ein Team kann nur

funktionieren, wenn die Grundeinstellung stimmt, wenn man sich gegenseitig stark macht, aufrüttelt, Willensstärke an den Tag legt, sein Potential abruft.

Hier sind Vorbilder auf dem Platz gefragt, die andere mitreißen und nicht die Mannschaft mit Hochnäsigkeit oder fehlender Einstellung niedermachen. Nicht zu unterschätzen sind auch die Zuschauer. Beifall für gelungene Pässe, das Anfeuern der eigenen Truppe kann bei manchem Spieler Wunder bewirken. Lethargisches Beobachten, auf Fehler der Spieler warten und sie dann mit Kritik zu überziehen, ist schädlich und gefährdet letztendlich den Erfolg.

Man weiß ja inzwischen, dass es in Deutschland 30 bis 40 Millionen Bundestrainer gibt, aber man sollte bedenken, dass auch die überbezahlten Profis immer wieder jede Menge Fehler machen. Fehlleistungen gehören zum Fußball dazu, denn es ist ein sehr komplexes und anspruchsvolles Spiel, wenn 22 gestandene Kerle aufeinandertreffen, egal in welcher Liga.

 

Deshalb, liebe Germania-Fans, feuert an und macht Mut, die Spieler danken es euch!

 

Kompliment übrigens an unsere Verbandsliga-Truppe, die im 1. Saisonspiel nach einem Rückstand durch Kampf wieder zum Spiel gefunden hat, von einigen Fans auch gut angefeuert wurde und

schließlich als verdienter Sieger vom Platz ging!

 

Wolfgang Hengst

Stadionsprecher