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Vorverlegter Sonntagabend-Krimi

FCG D1 trifft auf SpVgg Durlach-Aue

FCG D1 - SpVgg Durlach-Aue D1 1:1 (0:1)



(BJH) Die Septembersonne scheint, als hätte sie den Juli bestohlen; die grünen Trikots unserer Spieler harmonieren mit dem Rasen und dem Himmelblau; nur das gegenseitige Abklatschen der Spieler klingt von weitem wie Regentropfen. „Männer, konzentriert Euch“, hört man die Spieler sich Mut zusprechen. Und den brauchen sie. Sofort dominiert Durlach das Spiel, hat eine Torchance nach der anderen und spielt viele Ecken heraus. Der FCG muss das eigene Tor verteidigen wie der September den Restsommer, der gegnerische Torwart spielt nur verbal mit. Nach zwei Dritteln der ersten Halbzeit geht Durlach verdient in Führung. Für den FCG erscheint die Mittellinie weiter entfernt als der Horizont. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kommt der FCG ins Spiel, da ist „Die-Null-halten“ aber schon Geschichte. 



Während die Sonne von oben alles gibt und Durlach in der zweiten Halbzeit zunächst das Spiel wieder macht, beratschlagen sich die Ersatzspieler auf der Bank. Ist das heute ein Spiel des Dagegenhaltens? Aber sie beißen, die Grünen, wie man so schön sagt, und nach dem ersten Drittel der zweiten Halbzeit liegt der Ausgleich in der Luft. Die Trainerstimmen der Gegner sind jetzt lautaggressiv, was einzig der kämpferischen Leistung der FCGler geschuldet ist. Nun haben auch die Fanstimmen ihren anfeuernden Ton wiedergefunden, wenn doch eine gewisse Hoffnungslosigkeit in der Tonlage mitschwingt, denn das Spiel ist gleich aus. Aber da passiert es: der Ausgleich – verdient und nutzlos, das Tor zählt nicht, denn es waren wohl Körperteile im Spiel, die der Fußballer vor Anpfiff nicht abgeben kann, braucht er sie doch für Einwürfe oder auch zum Schweißabwischen. Nun scheint es klar – der FCG wird mit einer Heimniederlage in die Saison starten. Allerdings trägt man ja die Farbe der Hoffnung, und wer die aufgibt, das ist kein Fußballer, also werfen die Germanen in der wirklich letzten Minute noch einmal alles nach vorne, was sie an Beinen, Schnelligkeit, Dribbelkünsten und sonstigen Ideen auf Lager haben und zwingen Durlach so dazu, sie mit einem Foul zu stoppen. Es gibt einen 9-Meter, die letzten und allerletzten Sekunden laufen von der Uhr. Da schwebt der Ball ins Durlacher Tor, als wolle er sagen: Eigentlich habe ich gewusst, dass ich hierhin gehöre, ich wollte es nur spannend machen.