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Jahresrückblick 2019

(SJ) Für das damalige Oberligateam begann das Jahr mit einem sehenswerten Auftakt unter dem neuen Trainer Dubravko Kolinger gegen den Tabellenfünften der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, TuS Mechtersheim. Dem Remis folgten ein 3:1 Sieg gegen Astoria Walldorf (U19) und zwei Niederlagen gegen den 1. FC Bruchsal (0:3) und die U23 von Astoria Walldorf (0:5). Alles deutete darauf hin, dass die Rückrunde der Oberligasaison ähnlich verlaufen sollte, wie die Hinrunde vor Weihnachten.

Mit dem letzten Tabellenplatz und nur 6 Punkten aus 18 Spielen wechselte die Mannschaft ins neue Jahr. Aussichtslos lagen die „Germanen“ in der Tabelle zurück. Der sichere 12. Tabellenplatz war bereits 17 Punkte entfernt, die Enttäuschung groß. Zwar wurde das letzte Freundschaftsspiel gegen Langensteinbach 1:0 gewonnen, aber einordnen konnte man die Vorbereitungsspiele zunächst nicht. Mit den Partien gegen Ravensburg (0:2) und Gmünd (0:2), zwei Spiele, bei denen ein Remis durchaus gerecht gewesen wäre, deutete sich die neue Einstellung der Mannschaft an.

Es gab schließlich keine Neuzugänge in der Winterpause. Mit einem 1:1 gegen den Tabellendritten FC 08 Villingen wurde ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Hier stand das Team dicht vor einem Überraschungssieg. Auch bei den Neckarsulmern sah man lange Zeit wie der sichere Sieger aus und musste sich erst in den Schlussminuten geschlagen geben. Dann folgte das mit Spannung erwartete Lokalderby gegen den SV Spielberg. Mit 2:0 und der „Roten Laterne“ schickte der FCG die Spielberger vom Platz. Stimmungsvoll wurde es beim Auswärtsspiel beim Tabellenführer Stuttgarter Kickers, die vor 2.700 Zuschauern große Probleme hatten, unser gewachsenes Team zu schlagen (1:3).

Wer hätte gedacht, dass man dann auch den haushohen Favoriten SSV Reutlingen mit 3:0 bezwingt und beim „Hochsicherheitsspiel“ die Fans in friedliche Ekstase versetzt. Die drei folgenden Unentschieden gegen Pforzheim (0:0), Bissingen (2:2) und Ilshofen (2:2) waren Ausdruck der wiedergewonnenen Stärke und zeigten, dass man in der Liga durchaus mithalten konnte. Mit einem 3:0 Erfolg gegen Nöttingen war die Mannschaft plötzlich fünf Spiele in Folge ungeschlagen. Hoffnung keimte auf und es wurde gerechnet. Es waren nur noch 4 Spieltage bis zu Saisonende und am Ende könnte der 14. Platz vielleicht reichen. Zwar war Friedrichstal zu diesem Zeitpunkt auf Platz 16, aber mit der folgenden Niederlage in Linx (0:3) und dem Unentschieden gegen Oberachern (2:2) wurde der letzte Funken Hoffnung geraubt.

Die Spiele gegen Backnang (1:2) und Göppingen (1:4) waren kein echter Gradmesser mehr, da sich zu diesem Zeitpunkt abzeichnete, dass nur der 12.Tabellenplatz das „rettende Ufer“ markierte. Mit einem 4:2 Sieg gegen SGV Freiberg verabschiedete sich die Mannschaft würdevoll.

Der Abstieg teilte, wie so oft, die Mannschaft. Nach dem Spiel haben Vorstand und Spielausschuss zahlreiche Spieler verabschieden müssen. Acht Akteuren, die lange Jahre dem FCG angehörten und auch den Aufstieg zweimal mitmachten, verließen den Verein. Die Spieler waren nicht zu halten, suchten ihr Glück an einem anderen Ort oder gingen in eine Spielpause. Ein Umbruch begann. Eigengewächse kamen zurück. Viele, vor allem jüngere Neuzugänge suchten die Herausforderung in einem ambitionierten Club. Aber auch drei Spieler aus der eigenen Jugend stiegen auf. Die ersten Vorbereitungsspiele gegen Reichenbach (4:1), Malsch (5:2) und Blankenloch (5:0) wurden souverän gewonnen. Auch das erste Pokalspiel gegen den SV 62 Bruchsal vor prächtiger „Sportfest-Kulisse“ ging 9:0 für uns aus. Beim 0:0 gegen die U19 des KSC und dem letzten Testspiel gegen TB Jahn Zeiskam (4:2) lief alles nach Plan.

Viele waren sich zu diesem Zeitpunkt sicher, dass es zwar schwer wird, aber das Team eine gute Chance hat, in der Verbandsliga auch als neue und junge Mannschaft zu bestehen. Doch dann kam das überraschende Pokal-Aus beim Landesligisten 1. FC Ersingen, wo ein Klassenunterschied kaum feststellbar war. Zum Saison-Auftakt der Verbandsliga Baden bezog der FCG eine vermeidbare 1:3 Niederlage. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung reichte es nach Dutzend vergebenen Chancen bei der Heimpremiere gegen die TSG Weinheim nur zu einem Remis (1:1). Dem Unentschieden gegen Fortuna Kirchfeld folgte eine klare 0:4 Niederlage gegen den überlegenden VfB Eppingen. Nach der unglücklichen Niederlage in Kirrlach (0:1) dann die Siegesserie, die vielen Fans Freude bereitete und zeigte, dass sich die Mannschaft in der Liga gegen jeden Gegner durchsetzen kann. Mit einem beeindruckenden 3:2 gegen Vorjahresmeister VfB Gartenstadt ging es weiter. Die favorisierte Fortuna aus Heddesheim wurde in der Schlussminute mit 2:1 besiegt und Zuzenhausen mit 1:0 aus dem Stutensee-Stadion verabschiedet. Plötzlich stand man auf Platz 9.

Doch dann begann eine Negativserie von sieben Niederlagen, die erst am 10. November gestoppt werden konnte. Das 2:1 am vergangenen Wochenende gegen Gommersdorf ist hoffentlich ein „Befreiungsschlag“ und leitet eine neue Erfolgsphase ein, die uns alle etwas zuversichtlicher über die Weihnachtage bringen sollte. Der leidenschaftliche Jubel zum 2:1 zeigte in jedem Fall den in der Mannschaft steckenden Teamgeist. Darauf gilt es aufzubauen und die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. Die Weihnachtspause muss jetzt zur Stärkung genutzt werden, um im neuen Jahr möglichst schnell den „Ligakeller“ verlassen zu können. Dafür braucht die Mannschaft die volle Unterstützung aller Vereinsmitglieder.