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Die D1 bei Germanens next Topteam

- vier Friedrichstaler Mannschaften und (k)ein Wunder

40. Hallenfußball-Turnier des FCG am 04./05.01.2020 in Spöck



(BJH) Zum 40. Hallenfußball-Turnier-Jubiläum des FCG treten an Spieltag zwei in der D-Jugend nicht 40, aber doch vier Friedrichstaler Mannschaften an, was mitunter dazu führt, dass es im Publikum sehr ruhig ist, viele Zuschauer sind aus und für Friedrichstal, der Gewinn ist irgendwie vorgebunkert.

Getrennt nach Jahrgang 07/08 tritt die D1 mit zwei Mannschaften an. Der ältere eröffnet das Sonntagsturnier und legt im Rückwärtsgang ein 0:4 gegen Ettlingen vor. Liegt es daran, dass Eltern das vorab prophezeien: „Das erste Spiel verschlafen sie immer (und dann auch noch Ettlingen)“? Dabei sollten sie selbst im Ferienmodus nach 12.00 Uhr wach sein. Sind sie aber nicht. Während Ettlingen längst auf dem Spielfeld steht und sich ein letztes Mal die Schuhsohlen wischt, kommen die Germanen so allmählich aus der Kabine. Sicher alles eine Taktik, damit es am Turnierende bei einem Sieg des FCG nicht heißt: „Kein Wunder, bei vier Mannschaften“. Dann halt ein Start mit Niederlage, oder wie Lukas Podolski es einst formulierte: „Wir stehen jetzt wieder mit leeren Punkten da.“

Das nächste Spiel bestreitet der jüngere Jahrgang gegen Forst 1. Diese Germanen sind wacher und/aber ein, zwei Köpfe kleiner und müssen sich nach zehn Spielminuten zum Songtext „Erfolg ist kein Glück“ mit einem 0:4 geschlagen geben. Mal sehen, wie die Alten es jetzt in ihrem zweiten Spiel gegen Weingarten hinbringen. Oh, gleich in der ersten Minute das 0:1, ojemine. Ah, 1:1 nach schnellem Spielzug, geht doch! Und nochmal: „Legende“ schießt nach alter Manier von Weitem das 2:1. Bravo! 3:1. Oh, die anderen haben auch eine Legende, die aus der Entfernung abzielt: 3:2. Aber dann: 4:2, 5:2. Das Turnier hat begonnen. (Tipp an den Trainer: Nächstes Mal eine Tarnmannschaft einschleusen, die Germanen ihr verschlafenes Einstiegsspiel verlieren lassen und dann loslegen).

Jetzt müssen die jungen Spieler wieder ran, der Gegner heißt Weingarten und schießt schnell ein Tor. Das machen die Germanen aber nach, 1:1. Ein Friedrichstaler geht zu Boden, steht aber zum Glück wieder auf, am Ende hält der Torwart das Unentschieden. Oder wie sagte Eike Immel: „Im Großen und Ganzen war es ein Spiel, das, wenn es anders läuft, auch hätte anders ausgehen können.“

Das Turnier ist in Fahrt, das Publikum auch, Friedrichstal 1 (alt) spielt gegen Forst 1 und muss gewinnen, um aufs Treppchen zu kommen. Mit voller Wucht startet das Spiel, das Garagentor weicht zurück und öffnet seinen Mund wie die Zuschauer, die hier ein paar Ahs und Ohs loswerden. „Legende“ rumst dem Torwart das Leder ans Leder, aber beide Leder überleben, weiter geht’s. In der dritten Minute ein wichtiges 1:0 für die Germanen, danach geht’s dem Germanentorwart ebenso mit Leder ans Leder. Siebte Minute 1:1. Drei Minuten mit Endspielcharakter folgen, es fällt auch noch das 1:2, Erinnerungen an die WM werden wach, wo ist Kroos? Es spielt der alte Jahrgang, „Wir sind groß“, zum Glück: 2:2, beim 3:2 tobt die Halle und Kroos verschwindet unbemerkt.

Gegen 15.00 Uhr stimmt sich das Wetter auf Friedrichstal 1 (alt) gegen Friedrichstal 2 (jung) ein und plädiert mit Sonne bei gleichzeitigem Regen für ein Unentschieden. 1 trägt Signalorange (Sonne), 2 will es Tore regnen lassen. „Schau ma mal“. Hauptsache, Friedrichstal gewinnt. Nein, letzten Satz streichen, der Witz geht flach ins Aus. 1 gewinnt 5:0 und holt wichtige Punkte. Ohne Witz.

Die Niederlage der Jungen gegen die Alten verjüngt die Jungen noch einmal und sie zeigen ihren Teamkollegen beim Spiel gegen Ettlingen, wie man das auch machen kann: wach und aufmerksam. Das merken die Zuschauer, es ist nun genauso laut wie beim Spiel der Alten gegen Forst. Und da geschieht ein Wunder, das keines ist, man ersetze Wunder durch guten Fußball und Friedrichstal 2 führt 1:0. Die Musik setzt ein und der Ausgleich zum 1:1 beendet die Partie/y.

Am Ende tritt das Wunder ein und keine der vier FCG-Mannschaften wird erster. Das Spiel um Platz drei bestreiten nun Friedrichstal 1 gegen Friedrichstal 4. 1 trägt wieder den Sonnenschein über dem Trikot und strahlt, als nach gut der halben Spielzeit der Führungstreffer für 1 fällt. Dem folgt das 2:0.

Platz zwei geht an den SVK Beiertheim, Platz eins verdient an den FC Germania Forst.

Und wer ist jetzt Germanens next Topteam? „Das wird alles hochsterilisiert“ würde Bruno Labbadia sagen.