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D1 - Zwischenrunde um die Futsal-Kreismeisterschaft

Vulkanausbruch in Linkenheim -  Der Kuchen ist gegessen



(BJH) Die einen kümmern sich um den Wortteil Kreis … , die anderen spielen wie die Meister und schaffen, was – wie schon im letzten Bericht erwähnt – zurzeit nur Liverpool bietet: eine Tabellenführung mit einem Punktevorsprung zu den nachfolgenden Mannschaften, den selbst Mathelegastheniker als enorm erkennen.

Vorbeben

Der FC Germania Friedrichstal startet heute gegen den SSV Ettlingen mit dem I als Maskottchen, das die letzten Spiele zwar nur auf einem Trikot fehlte, aber heute als gutes Omen gesehen werden will, denn Ettlingen ist nicht irgendein Gegner, sondern schon das, was manchmal als Angstgegner bezeichnet wird. So fordert der Trainer die Germanenanhänger auf, kräftig anzufeuern. Das Spiel ist zunächst ausgeglichen, Friedrichstal kann aus dem Freistoß in der ersten Minute nichts machen und Ettlingen vergibt kurz darauf eine Torchance. Noch in der siebten Minute sieht es nach einem 0:0 aus. Aber in Minute acht schießt Legende an die Latte, was als Vorbeben verstanden werden will, denn eine Minute vor Schluss spielt der FCG traumfußballhaft das 1:0 – den Endstand – heraus. In den letzten Sekunden donnert Legende nochmals auf den Ball, aber der Ettlinger Torwart hält. Der Schuss war auch nur eine Vorschau auf das weitere Beben.

Hauptbeben

Nach dem Sieg gegen Ettlingen pulsiert in den Germanenspielern im Spiel gegen den VfB Grötzingen nun Lava statt Blut. In der ersten Minute gibt es Ecke für den FCG, in der dritten Minute bebt der Ball knapp über das Grötzinger Tor, in Minute fünf  erschüttert der FCG die Latte, der germanische Vulkan kommt in Fahrt, schenkt Grötzingen eine Konterchance, die im Lavastrom versandet. Ein Grötzinger Spieler ahnt die Niederlage und kassiert passend zum neongelben Trikot die Karte wegen Nachtretens, Friedrichstal schießt noch einmal knapp über das Grötzinger Tor, bevor die Richterskala nach ganz oben ausschlägt und ein Germane in Einzelleistung die Führung erzielt. Grötzingen lässt sich zum Frustfoul (Nummer vier) verleiten, der Vulkanausbruch ebbt aber ab, und der 10-Meter landet in Torwarts Schlund.

Nachbeben

Vor dem letzten Spiel gegen den FV Malsch ist der Kuchen gegessen und der Kaffee getrunken, Friedrichstal ist weiter, hat aber noch ein Ziel: Ungeschlagen bleiben wie Liverpool. Ob das funktioniert? Aus der Ecke in Minute drei resultiert abermals ein Konter für die Gegner, das geht nochmal gut, aber dann – oh nein, die Germanen liegen das erste Mal im Spiel um die Futsal-Kreismeisterschaft mit 0:1 zurück. „Schießen“, fordern die Anhänger, aber Vulkane spucken herrjemine! Es geht zur Sache, die Germanen werden gefoult, aber es lässt sich nicht verhindern, das Nachbeben schlägt in schwaches Vorbeben um und fordert den Ausgleich, er gelingt in der neunten Minute. 1:1.

Ungeschlagen zieht Friedrichstal nun in die Endrunde am 2. Februar in Malsch ein. Betrachtet man das letzte Spiel am heutigen Tag als schwaches Vorbeben, so sei gesagt, dass sich starke Beben oft durch schwache Vorbeben ankündigen.