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D-Jugend beim 33. Hugo-Brecht-Turnier in Neudorf

Tatortsonntag der besonderen Art



(BJH) 9 Mannschaften treten am Sonntagnachmittag beim 33. Hugo-Brecht-Turnier 2020 der D-Junioren an und garantieren, dass man – sofern man bis zum Schluss bleibt – nicht zum Tatortanstoß um 20.15 daheim im Wohnzimmer vor dem TV sitzen wird. Der FC Germania Friedrichstal steht mit zwei Mannschaften auf dem Plan, die dieses Mal nicht nach Jahrgang sortiert sind. So bunt wie sie gemischt wurden ist auch die Musik, die jedes Mal einsetzt, wenn ein Tor fällt. Ob man den Germanen raten soll, auf die Bremse zu treten? Nicht, dass der FC noch den DJ wegen Überlastung zahlen muss. Der wiederholt einfach den ein oder anderen Song, um sich der wiederkehrenden Tore des FC anzupassen. Dass es auffallend oft „Hey sexy Lady“ aus dem Lautsprecher tönt wirft Fragen auf, sind bei den Germanen doch nur Jungs auf dem Spielfeld – bei Weitem zu jung für Spielerfrauen. Das kann nur eins bedeuten: Die Spielermamas sind gemeint. Kompliment wird eingetütet, weiter geht’s. Und zwar so.

Die Turnierleitung ermittelt die Halbfinaltäter

Friedrichstal 1 gegen Friedrichstal 2

Wer erreicht Vorspannniveau, wer spielt noch, wenn der Höhepunkt schließlich die Auflösung des Falles nach sich zieht? Das Spiel jedenfalls stellt sich als Spitzenspiel dar, wie man es heute in den vorausgegangenen Werbefilmen nicht erahnt hat. Für Friedrichstal steht fest: Das Halbfinale werden sie gewinnen. Es ist die Nummer 1, die sich knapp durchsetzt, wenngleich ein Unentschieden und 9-Meter-Schießen in Spielfilmlänge auch seinen Reiz gehabt hätte. Is nich.

Pausenlos durchs Turnier

Der FC Germania Friedrichstal 2 bestreitet dann ohne Pause das Spiel um Platz 3 gegen Graben-Neudorf 2. Der DJ hätte hier die Möglichkeit nutzen können, ein "Atemlos" einzuspielen, lässt es aber – und das ist auch gut so.

In Minute 3 gehen die augenscheinlich geladenen Germanen in Führung. Wäre doch gelacht. Aber schon in der nächsten Minute fällt der Ausgleich, dann geht Graben-Neudorf in Führung. Jetzt ist es an den Germanen, nicht in die Opferrolle zu fallen. Sie tun ihr Bestes, ein Germane verwandelt traumhaft einen Eckstoß direkt. Der ist unhaltbar wie die Germanen, die nun auf Sieg drängen. Das Spiel läuft weiter, aber dann spricht die Turnierleitung ins Mikrophon und sorgt für eine kurze Werbe- äh Spielpause und verkündet laut und deutlich, dass Eckstöße nicht direkt in ein Tor umgewandelt werden dürfen und überstimmt den Schiedsrichter. Friedrichstal verliert. Hart aber fair (?) löst den Tatort ab, hier der Faktencheck:

  1. Google sagt: Eine direkte Torerzielung nach Eckstoß ist möglich.
  2. Der Schiedsrichter sagt nach dem Spiel zu den Germanenspielern: Ich hätte das Tor gelten lassen.
  3. Das Endspiel gewinnt der FC Germania Friedrichstal gegen die SG Graben-Neudorf 1 – und zwar zu null.

Ergebnis Faktencheck: Der FC Germania Friedrichstal ist Turniersieger!