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D1 - FCG gegen PSG Pforzheim

Freundschaftsspiel im Test - Einer will gewinnen



(BJH) Im Fußball gibt es Freundschaften und Spiele, aber wie verhält es sich mit Freundschaftsspielen? Oder heißen diese Spiele deshalb gerne Testspiele, weil das eben nicht so hinhaut mit Freundschaft und Spiel im Fußball? Einer will gewinnen, Freundschaft oder Spiel?

Nachdem der TSV Reichenbach kurzfristig absagt, reist zum heutigen – sagen wir mal mutig Freundschaftsspiel - der D1 zu Hause beim FCG netterweise die PSG Pforzheim an. Vielen Dank dafür! Veranschlagt sind 3 Halbzeiten, 2 mal 20 Minuten, 1 mal 30 Minuten. Pforzheim betont, dass ihnen drei wichtige Spieler fehlen, und da es keinen Schiedsrichter gibt, übernimmt das ein Spielervater des FCG. So weit, so gut. In der ersten Drittelhalbzeit ist das Spiel ausgeglichen, der Pforzheimer Trainer verlangt von seinen Spielern, „nicht so alibimäßig“ in die Zweikämpfe zu gehen und der FCG erzielt nach 15 Minuten das 1:0. Dem vermeintlichen Ausgleich geht ein Foul voraus, der Treffer zählt nicht, der Schiedsrichter pfiff vorher ab. Kann sein, dass ab jetzt erhitzte Gemüter mit dem kalten Wind konkurrieren. Einer wird gewinnen. Hört man die Kommandos von außen: „Du musst Linie gehen“, weiß man, beim Spiel Deutsche Sprache gegen Fußballsprache gewinnt das sportliche Deutsch. Als der Freizeitschiedsrichter von außen den Hinweis bekommt, die Spielzeit sei abgelaufen, ruft er „Den Einwurf noch“ und muss sich später den Einwurf anhören, der Ausgleich zum 1:1 ginge auf seine Kappe. Aber er hat keine auf, auch keine Narrenkappe. Die Spielergemüter erhitzen sich weiter, während die Trainer und Zuschauer cool bleiben. Der Germanentrainer bestellt in der Pause Abschlüsse, der gegnerische Trainer fordert im Spiel „Defensives Denken“ – das wäre mal was: ein (Schul)Abschluss in defensivem Denken.  (Wie geht das?) Aber wir sind auf dem Fußballplatz, da wird gespielt und das Denken, naja, das muss sich gerne mal ins Aus platzieren. Das 2:1 erzielt die Legende des FCG per Kopf – und da sei erinnert, dass der DFB erst kürzlich wieder in die Presse brachte, was mindestens die Spielermütter längst wissen: Kopfbälle sind nicht gut fürs Denken, egal ob offensiv oder defensiv. Aber schönes Tor – und so ein junger Kopf hält viel aus. Nur nicht, was so auf dem Spielfeld geschimpft wird, das artet in Fouls aus, der Schiedsrichter unterbricht das Spiel und erklärt den Kindern (!) das Wort Freundschaft und Spiel. Am Ende frischt der Wind noch einmal auf und bei 2:1 für den FCG pfeift der Schiedsrichter das Testspiel mit Wettbewerbscharakter ab.